Kompressoren, ölfrei
Wann brauche ich einen ölfreien Druckluftkompressor?
Ölfreie Druckluft ist vielerorts unerlässlich. So wird ölfreie Druckluft gebraucht für den Laboreinsatz, die Dentalmedizin, die Aufbereitung von Lebensmitteln, in der Druck- und Papierindustrie, für die Sauerstoffanreicherung von Wasser, um einige wenige Anwendungen in denen Öl stört, oder sogar gesundheitsschädlich ist, zu erwähnen.
Dabei unterscheidet man zwischen „absolut ölfrei“ und „technisch ölfrei“.
- Absolut ölfreie Luft darf nicht mehr als 0,001 mg/m3 Öl aufweisen (nur mit Aktivkohle zu erreichen). Sie wird als Prozessluft u. a. in der Pharma-, in der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie verlangt.
- Technisch ölfrei ist die Luft, wenn die Restölmenge im Bereich von 0,3 bis 0,01 mg/m3 bleibt (ist noch mit Feinstfiltern erreichbar).
- Ölarme Luft reicht von der Messluft (<1 mg/m3) bis zur Arbeitsluft oder normalen Atemluft (<5 mg/m3). Sie wird durch normale Feinfilter erreicht.
Für die Erzeugung der ölfreien Druckluft bieten sich zwei Methoden an: mittels nachträglicher Filtration oder deren direkte Bereitstellung per trockenlaufender, mithin ölfrei verdichtender Kompressoren. Trotz etwas höherer Anschaffungskosten eines ölfreien Kompressors, bietet dieser unter anderen enorme Vorteile gegenüber nachträglicher Filtration.
- Der Wartungsaufwand verringert sich auf ein Minimum. Die regelmäßige Kontrolle der Filter und des Ölstandes entfallen ebenso wie z.B. Ölwechsel und Filterwechsel.
- Die Verunreinigung der Druckluft mit Öl z.B. durch verbrauchte oder defekte Filter, wird nahezu ausgeschlossen, was die Prozess-Sicherheit erheblich erhöht.
- Es entsteht bei der Verdichtung auch kein umweltschädliches Kondensat (Öl-Wasser-Gemisch), dessen ordnungsgemäße Entsorgung sehr teuer ist.



